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Geplante Sonderausstellungen

  • Ausstellungswechsel im Westflügel

  • Kulturgut-Transportkiste

CHRISTIAN ROHLFS (1849–1938). Fall der Fälle.

Birken am Gartenzaun, 1902
Die Heiligen Drei Könige, um 1924

Kunstausstellung vom 9. Juni – 24. September 2017

Ausstellungsserie
Rostocks Klassische Moderne: „Entartete Kunst“ aus dem Nachlass des Kunsthändlers Bernhard A. Böhmer.

 

Farbenprächtige Gemälde und Grafiken des facettenreichen Künstlers Christian Rohlfs eröffnen eine außergewöhnliche Ausstellungsserie mit hochkarätigen Meisterwerken von Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer, Rudolf Belling, Max Pechstein, Erich Heckel, Ernst Barlach und anderen deutschen Künstlern. Die einzelnen Ausstellungen widmen sich den Schicksalen einzelner Künstler oder Künstlergruppen und dem dubiosen Weg ihrer  verfemten Kunst nach Rostock.

Um 1900 brachen avantgardistische Künstler in ganz Europa mit der traditionellen Kunst und schufen die Klassische Moderne – Christian Rohlfs war einer von diesen „eigenartigen“ Individualisten.

Seine Art, die Kunst in der Natur zu sehen, ist eigenartig, seine Weise, sie „herauszureißen“, immer selbständig. Bilder der verschiedensten Epochen seines Schaffens finden im Naturgefühl ihr einigendes Band.
Der Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus über Christian Rohlfs, 1905.

Mit dem Fall eines schleswig-holsteinischen Naturburschen vom Apfelbaum begann der märchenhaft anmutende Aufstieg zum Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.

Mit dem traditionellen Repertoire von Formen und Farben erntete er erste Lorbeeren. Auf denen ruhte er sich nicht aus. Nie enden wollende Experimente prägten seine stilistische Entwicklung über Impressionismus zum Expressionismus. Die Zeit war aus den Fugen und er verdichtete sein Inneres zu symbolischen Zeichen. Die ungebändigte Naturverbundenheit bricht in seinem Spätwerk wieder hervor: Rohlfs‘ ganz eigener lyrischer Expressionismus betört mit farbintensiven Blumenbildern.

 

Kuratorin: Susanne Knuth


Wussten Sie eigentlich... ... dass Rostock sich 1259 mit Lübeck, Wismar und Rostock gegen See- und Landräuber verbündet hat und damit zu den Gründern der Hanse gehörte?

Das Netz des neuen Glaubens.

Rostock, Mecklenburg und die Reformation im Ostseeraum
Slüters Reformationspredigt in Rostock, Bernhard Reinhold, 1858

7. Juli 2017 – 5. November 2017

 

Aus Anlass der Feiern zum 500. Jubiläum der Reformation präsentiert das Kulturhistorische Museum Rostock eine Ausstellung zur Geschichte der Reformation. Sie thematisiert nicht nur die Ereignisse der Reformation in Rostock und Mecklenburg, sondern auch die damit verbundenen kulturellen und religiösen Austauschprozesse. Eine Rolle spielen das kirchliche und religiöse Leben und der Glauben vor der Reformation, die Entwicklungen, die zu den Umbrüchen und Veränderungen führten und die Entwicklung der Landeskirche in Mecklenburg seit der Mitte des 16. Jahrhunderts. Somit entsteht ein Gesamtblick auf die vielfältigen religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Prozesse im 16. und 17. Jahrhundert, die unter dem Begriff der Reformation und ihrer Folgen zusammengefasst werden können.

Rostock war nicht nur das geistige Zentrum der Reformation in Mecklenburg, sondern wurde schon in den 1520er Jahren zu einem außerordentlichen Multiplikator reformatorischen Gedankengutes. Dies ist einem der ersten evangelischen Prediger in Rostock zu verdanken – Joachim Slüter. Er gab bereits 1525 ein evangelisches Gesangbuch und 1526 ein Gebetbüchlein heraus, die, beide in niederdeutscher Sprache abgefasst, die ältesten Zeugnisse ihrer Art überhaupt sind. Vor allem das Gesangbuch wurde zu einem Bestseller und weit über die Grenzen Mecklenburgs verbreitet. Kirchenlieder aus Rostock prägten den evangelischen Gemeindegesang in Schweden und Dänemark, aber auch in England und Lettland und in vielen Territorien des Reiches. Hier wirkten seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts Persönlichkeiten wie David Chyträus und Johann Quistorp d. Ä. oder Johann Friedrich König, Heinrich Müller oder Theophil Großgebuer, die das Luthertum auch über die Reichsgrenzen prägten und Rostocker Einflüsse über die Ostsee nach Skandinavien ausstrahlen ließen.

Ausstellungseröffnung ist am 6. Juli 2017.


„Von Ata bis Zentralkomitee. DDR-Alltag in Objekten“

23. November 2017 bis 28. Februar 2018

Das Ausstellungsjahr im Kulturhistorischen Museum Rostock wird 2017 mit einer Ausstellung zur Alltagsgeschichte der DDR abgeschlossen.

Mit „Von Ata bis Zentralkomitee. DDR-Alltag in Objekten“ präsentiert das Museum einfache und bekannte und weniger bekannte Objekte aus dem Alltagsleben in der DDR und erzählt anhand dieser Beispiele aus der Geschichte des DDR-Alltags zwischen Privatheit und staatlichem Einfluss. Dabei stehen Themen wie Familie, Schule und Studium, Beruf und Arbeit, Freizeit und Urlaub oder die gesellschaftliche Tätigkeit im Mittelpunkt. Die Objekte und ihre Geschichten ermöglichen eine Überprüfung, ob und wie der Staat auf das Leben der Menschen Einfluss nahm, wie der Alltag in der DDR gemeistert wurde.