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Rückblick

  • Objektbeschriftung aus der Ausstellung des Rostocker Altertumsvereins, 1933

  • Elisabeth Schmidt, Im Rostocker Altertumsmuseum, 1906

  • Kunst- und Altertumsmuseum, sog. Kirchenzimmer, um 1910

Ausstellungsarchiv seit 1841

Beginnend in der Gegenwart führt das Verzeichnis (PDF) über 850 Ausstellungen der vergangenen 180 Jahre des Kulturhistorischen Museums und seiner Vorgänger (Städtisches Museum, Kunst- und Altertumsmuseum, Verein für Rostocks Altertümer, Rostocker Kunstverein) auf.


Die Kröpeliner. Drei Straßen in einer Ausstellung

Sonderausstellung vom 29.10.2023 - 25.02.2024

Die Kröpeliner Straße zwischen dem Neuen Markt und dem Kröpeliner Tor ist der Inbegriff des Rostocker Stadtzentrums. Die Fußgängerzone mit Läden, Cafés und Veranstaltungen zieht Tausende zum Einkaufen, Bummeln oder Arbeiten an.
Sie trägt in der gesamten Länge erst seit 1961 diesen Namen. Sie besteht eigentlich aus drei eigenständigen Straßen. Jeder dieser Abschnitte hat bis heute einen eigenen Charakter. Die heutige Kröpeliner Straße war in ihrer langen Geschichte Handelsweg, Marktplatz, Verkehrsachse, Promenade, Einkaufsstraße und Repräsentationsort. Die Ausstellung nimmt die Geschichte dieser vielfältigen Straße in den Blick. Sie berichtet über ihre Teile: die Blutstraße, den Hopfenmarkt und die Kröpeliner Straße sowie den Wandel der Straße.


Fokus Stadtbild Rostock

16. Juni 2023 – 8. Oktober 2023

Stadtansichten machen den Wandel von Städten begreifbar, sind aber kein Abbild der Realität. Sie betonen Wichtiges, fügen hinzu und lassen weg. Die älteste gedruckte Ansicht Rostocks schuf der Nürnberger Hans Weigel 1560. Er zeigt die Handelsstadt vom Nordufer der Unterwarnow aus. Die in Köln im späten 16. Jahrhundert entstandenen Ansichten Georg Brauns und Franz Hogenbergs wurden bis in das 17. Jahrhundert immer wieder kopiert und nachgedruckt. Die eindrucksvollen Werke aus dem Verlag des Matthäus Merian von 1653 prägten die Ansichten Rostocks bis weit nach 1700. Nach 1800 sorgte Unternehmergeist für Wachstum. Neben das Panorama von Norden traten Ansichten von Straßen, Plätzen und Häusern. Rostocker wie Johann Gottfried Tiedemann, Franz Heinrich Dethleff und andere schufen Ansichten mit neuen Aufnahmen von Gebäuden, Straßen und Plätzen der Stadt.

Die Ausstellung widmet sich den historischen, gedruckten Rostock-Ansichten des 16. bis 19. Jahrhunderts und identifiziert sie als Quellen für die Stadtgeschichte. Drucke, Zeichnungen, Rekonstruktionen und seltene historische Fotografien ermöglichen den Vergleich mit der Realität und lassen durch den Vergleich Details der Darstellungen und die damit verbundenen Elemente der Stadtgeschichte Rostocks lebendig werden.

Kurator: Dr. Steffen Stuth


DER STADTPHYSIKUS: MEDIZIN & ROMANTIK

Zeichnungen von Dr. med. Wilhelm Lesenberg (1802–1857), Rostock

17. Februar bis 29. Mai 2023

Die Handzeichnung erfuhr in Goethes Zeit eine Aufwertung. Der zeichnende Dichter Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) pries den „Nutzen des Dilettantismus in der Zeichenkunst“. Eine Lust an der zeichnerischen Darstellung von alltäglichen bis spektakulären Szenen, von phantastischen bis wissenschaftlichen Ideen wurde in der gehobenen Gesellschaft und dem Adel wach.

In die illustre Gesellschaft passte ein zeichnender Stadtphysikus. Es war die Zeit der Romantik und des Biedermeiers. Hatte er einen romantischen Blick auf seine Welt oder stellte er seine romantische Welt dar? Lesenbergs Welt war Rostock in ganzer Vielfalt: seine Tätigkeit als Arzt und Stadtphysikus, seine Frau und Familie, das Treiben auf Straßen, Plätzen und in der Natur. Auf der Warnow und der Ostsee fand er die Motive für seine große Leidenschaft: Boote und Segelschiffe.

Die Sonderausstellung macht einen Schatz aus dem Depot des Kulturhistorischen Museums Rostock sichtbar: die einzigartige Sammlung originaler Handzeichnungen. Nach Recherchen im Stadtarchiv Rostock wird ihre Provenienzgeschichte neu geschrieben. Eine überraschende Entdeckung kam durch die kunsthistorische Forschung hinzu: Ein „Herrenporträt von unbekanntem Künstler“ war ein Porträt von J. F. W. Lesenberg.

3D-Rundgang durch die Ausstellung

Kuratorin: Dr. Susanne Knuth

Bildnachweis: Wilhelm Lesenberg: Zwei Sonntagsreiter in den Straßen Rostocks, um 1840, Inv.-Nr. K 4675 A


Heinkel in Rostock

Innovation und Katastrophe

14. Oktober 2022 bis 22. Januar 2023

Die Geschichte der Heinkel-Werke ist eines der umstrittensten Kapitel Rostocker Wirtschaftsgeschichte. Seit der Gründung 1922 in Hohe Düne stieg das Unternehmen zu einem der bekanntesten der Branche auf. Es stand bald für Rekorde und bedeutende technische Neuerungen und machte Rostock zu einem wichtigen Ort der deutschen Luftfahrtgeschichte. Doch waren die Heinkel-Werke auch eines der führenden Rüstungsunternehmen im Dritten Reich. Unter massenhaftem Einsatz von Zwangsarbeit wurden in Rostock Flugzeuge für den deutschen Angriffskrieg gebaut. Das alles ist ein gewichtiger Teil der Stadtgeschichte und blieb für Rostock nicht folgenlos. 

Die Sonderausstellung „Heinkel in Rostock“ im Kulturhistorischen Museum verfolgt die enge Beziehung zwischen der Geschichte des Unternehmens und der Stadtentwicklung in den 1920er und 1930er Jahren. Sowohl Rostocks Aufstieg zur Großstadt wie auch die Bombenangriffe auf die Stadt im April 1942 lassen sich ohne den Flugzeugbau kaum erklären. Die Spuren Heinkels reichen dabei bis in die Gegenwart.


Rostocker Plakate aus 100 Jahren

09.06.2022 – 18.09.2022

In den Sammlungen des Kulturhistorischen Museums Rostock befinden sich über 4000 Plakate, davon mehr als 1000 mit direktem Bezug zu Rostock. Obwohl sie überwiegend nicht zielgerichtet gesammelt wurden, widerspiegeln sie doch Rostocker Leben der vergangenen rund 100 Jahre.
Besonders zahlreich vertreten sind solche, die für Ausstellungen und Veranstaltungen auf kulturellem Gebiet werben. Themen sind aber auch Stadtentwicklung, Wirtschaft, Politik und der Sport.
Eine Auswahl schöner, einprägsamer Plakate, die jedoch nicht den Anspruch erhebt, repräsentativ zu sein, wird jetzt der Öffentlichkeit präsentiert.


19 Meter Rostock. Die Bildrolle des Krämers Vicke Schorler

Ausstellung der Vicke-Schorler-Rolle vom 17.06. bis 24.06.2022 (einschließlich Montag, 20.06.), 10.00 bis 18.00 Uhr im Kulturhistorischen Museum Rostock

Vom 17. bis 24. Juni 2022 ist mit der Vicke-Schorler-Rolle, einer mehr als 19 Meter langen gezeichneten Stadtansicht von Rostock, einer der größten kulturgeschichtlichen Schätze unserer Stadt im Kulturhistorischen Museum Rostock zu sehen.

Das Original der einzigartigen Bildrolle aus dem Stadtarchiv Rostock kann wegen seiner Empfindlichkeit nur sehr selten ausgestellt werden. Nun wird es als Anlass des 804. Stadtgeburtstages für eine Woche in einer Ausstellung gezeigt. Das letzte Mal war die Bildrolle vor 12 Jahren zu sehen. In den vergangenen Jahren wurde sie aufwändig restauriert.

Acht Jahre Arbeit von 1578 bis 1586 stecken in der fast 19 Meter langen Ansicht des späthansischen Rostock. Als Vicke Schorler sein Zeichenwerk begann, war er 18 Jahre alt. Vicke (Friedrich) Schorler (um 1560 – 1625) wurde als Händler vermögend.

Die Vicke-Schorler-Rolle ist von Freitag, 17.06. bis Freitag, 24.06.2022 (einschließlich Montag, 20.06.) täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr ohne Anmeldung zu sehen. Bitte wegen des zu erwartenden großen Interesses Wartezeit einplanen.

Führungen

An den acht Ausstellungstagen findet täglich jeweils um 18.00 Uhr eine Führung statt (Voranmeldung Museum: Kulturhistorisches Museum Rostock, Klosterhof 7, Tel. 0381 381 4530 oder kulturhistorisches.museum(at)rostock(dot)de).

Vorträge

Am Dienstag, 21.06. und Donnerstag, 23.06. finden um 19.00 Uhr begleitende Vorträge zur Ausstellung mit Dr. Karsten Schröder, dem Direktor des Stadtarchivs Rostock, statt. (Voranmeldung Museum: Kulturhistorisches Museum Rostock, Klosterhof 7, Tel. 0381 381 4530 oder kulturhistorisches.museum(at)rostock(dot)de).


Made in Rostock

Rostocker Unternehmen und ihre Produkte aus 200 Jahren

19. November 2021 bis 15. Mai 2022

Spielkarten aus der Tiedemannschen Steindruckerei, Liköre von Krahnstöver oder Jeanshosen vom VEB Jugendmoden Shanty - Rostocker Produkte verkauften sich weit über die Stadtgrenzen hinaus. Manche wurden internationale Erfolgsgeschichten. Die Sonderausstellung „Made in Rostock“ erkundet die lebendige Tradition der Rostocker Wirtschaftswelt und zeigt Erfindungen und Bestseller aus 200 Jahren Stadtgeschichte.


Grafik: Eine Frage der Form

Teil 2 / Von Fraaß bis Meidner

07.03.-19.04.2020 und 02. November – 28. November 2021

Ausstellungsort: Schaudepot / Kunsthalle Rostock

Mit der Grafik bot sich avantgardistischen Künstlern am Anfang des 20. Jahrhunderts eine Schleuse, die Flut der überwältigenden Eindrücke in Bilder zu bannen. Die Künstler und ihre Experimente rückten in den Fokus der Aufmerksamkeit. Von den Einen geliebt, von den Anderen gehasst: die Grafik erlangte eine vorher nicht gekannte Bedeutung.

Im Nachlass des Kunsthändlers Bernhard A. Böhmer befinden sich 581 Grafiken. In der Ausstellungsserie »Rostocks Klassische Moderne: ›Entartete Kunst‹ aus dem Nachlass des Kunsthändlers Bernhard A. Böhmer« werden erstmals alle Blätter der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ausstellung »Grafik: Eine Frage der Form« beleuchtet die Phänomene der künstlerischen Grafik in der Klassischen Moderne: In vier Hängungen werden 254 grafische Blätter von 68 Künstlern präsentiert. Der 2. Teil der Ausstellung »Grafik: Eine Frage der Form« präsentiert 59 Werke von 22 Künstlern: Von Erich Fraaß bis Ludwig Meidner.

Kuratorin: Dr. Susanne Knuth


GRAUZONE - ein Dach wird Kunst

Ein Dialog zwischen Material, seinen Zeitspuren und der Kunst

25. August 2021 bis 31. Oktober 2021

37 Künstlerinnen und Künstler aus 5 Ländern ließen sich von den ehemaligen Schieferplatten vom Dach der Eisenbahnremise am Fährhafen in Gedser inspirieren. Eingeladen wurden sie zu diesem Experiment vom Metallbildhauer Bernard Misgajski. Er hatte das Potential dieser Platten für die Kunst entdeckt und suchte nach eigenwilligen Bildkompositionen, die in 130 Jahren durch Ablagerungen, Wind und Wetter entstanden waren. Diese "Schieferbilder", einst abgebaut in den Schiefergruben von Wales und auf dem Seeweg nach Gedser gebracht, fasste er im Format 24 X 19,5 cm in Stahlrahmen.

Das Nebeneinander dieser Zeitspuren auf einem jahrmillionen alten Gestein und die vielgestaltigen Adaptionen im gleichen Format durch die Künstlerinnen und Künstler laden zum Miterleben der Metamorphose eines Materials ein.

Ein Filmessay über den Initiator Bernard Misgajski von Gudrun Brigitta Nöh und Andrea Köster sowie ein umfangreicher Katalog ergänzen die Ausstellung.

 

Ein Begleitprogramm aus Künstler_innengesprächen, Lesungen und Vorträgen regt zu neuen Sichten auf ein altes Gestein und die künstlerische Auseindersetzung mit dem spröden Material an.

 

Die Entstehung der Ausstellung wurde von der Hansestadt Rostock, der Partnergemeinde Guldborgsund, dem Vorpommern-Fonds sowie zahlreichen Sponsoren ermöglicht.


UNTERWEGS - Rostocker Stadtbildfotografie im Detail

23. April bis 15. August 2021

Ob Fußgänger oder Droschkenkutscher, ob Pferdebahn oder Omnibus - Stadtbildfotografien des alten Rostock erzählen vom lebhaften Verkehr auf den Straßen der Stadt. Dominieren auf den frühesten Aufnahmen noch Pferde, Fuhrwerke und Kutschen das Straßenbild, so tauchen bald schon die Pferdebahn und das Fahrrad auf, um bald darauf von der elektrischen Straßenbahn, dem Bus und dem Automobil abgelöst zu werden.    

Nach den Ausstellungen "Auf offener Straße" und "Rostock geschäftig" nimmt dieser dritte Ausstellungsteil ein weiteres Mal die oft übersehenen Details am Rande der historischen Fotografien unter die Lupe. Der fotografische Blick auf das sich rasant wandelnde Bild des Straßenverkehrs der letzten 150 Jahre eröffnet ein spannendes Stück Rostocker Kulturgeschichte.

Gezeigt werden Aufnahmen aus der Fotosammlung des Kulturhistorischen Museums Rostock, ergänzt durch wertvolle Leihgaben aus privaten Sammlungen.

Zur Ausstellung erscheint im Hinstorff-Verlag ein reich bebilderter Katalog.

Kuratorin: Annelen Karge


750 Jahre Kloster zum Heiligen Kreuz

Eine Geschichte in Fotografien

Am 22. September 2020 jährt sich die Gründung des Klosters zum Heiligen Kreuz zum 750. Mal. Im Mittelalter lebten hier Nonnen nach der Regel des Zisterzienserordens. 1586 wurde es evangelisches Damenstift für Konventualinnen aus gut situierten Familien der Stadt. Das Kloster wurde 1920 offiziell geschlossen. Die letzte Stiftsdame trat aber noch 1948 ein und starb 1981. Heute ist das Kloster Museum und nicht nur der älteste erhaltene Gebäudekomplex in Rostock, sondern auch eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt.

Das Kulturhistorische Museum Rostock nimmt das 750. Jubiläum der Gründung dieser bedeutenden historischen Einrichtung zum Anlass für eine Ausstellung.

Ab sofort zeigt das Museum eine Ausstellung zur Geschichte des Klosters. Während Kirche und Klosterhof seit dem 19. Jahrhundert immer wieder auf Fotografien abgebildet wurden, sind historische Aufnahmen der Innenräume selten. Die Ausstellung illustriert mit einer Auswahl rarer, zum großen Teil noch nie gezeigter Fotografien die Geschichte aus der Zeit zwischen 1860 und 1965 von Kloster und Konvent. Im Mittelpunkt stehen historische Fotografien des Klosters und seiner Kirche, bevor diese zur Universitätskirche und zum Museum gebaut wurden, sowie seiner Bewohnerinnen.


100 UND 1 ZEICHNUNG. MECKLENBURGISCHE TRACHTEN VON WOLFGANG »WOLF« BERGENROTH (1893–1942)

Wolfgang Bergenroth, Dreistückmütz, 1920, Aquarell, Bleistift, 18,9 x 14,2 cm, Kulturhistorisches Museum Rostock, Inv.-Nr. K 858 d A

13.11.2020 – 14.02.2021, verlängert bis zum 5. April 2021

Danz up de Deel: Kiekbusch, Schwedisch Quadrille, Schausterdanz und Windmöllerdanz hießen die Mecklenburgischen Bauerntänze. Die fast vergessenen Tänze erweckte die Turnlehrerin Marie Peters mit ihrer »Schweriner Mädchentanzgruppe« zu neuem Leben, entwarf ein Kostüm nach der landesüblichen Kleidung der ›Stubendirns‹– aber niemand nannte es >Dirndl<. Nichtsdestotrotz wurde die ›Marie-Peters-Tracht‹ bei Bäuerinnen und Bauern zwischen Lübeck, Ratzeburg und Schwerin immer beliebter und als Bauerntracht getragen.

Als Gymnasiast bewunderte der im westmecklenburgischen Parchim geborene Wolfgang Bergenroth die »Schweriner Mädchentanzgruppe« in ihren reizenden Trachten. Als Dekorations- und Kunstmalerlehrling zeichnete er Trachten aus Marie Peters' privater Sammlung, besonders schön die ›Dreistückmütz‹ - eine farbenprächtige Haube mit langen Bändern. Als Illustrator entwarf er für Marie Peters farbige Holzschnitte zu Mecklenburgischen Bauerntänzen. Die ›Trachten‹ ließen ihn nicht mehr los.

Ab 1924 lebte Bergenroth als freischaffender Maler und Illustrator in Rostock und war Mitglied der Vereinigung Rostocker Künstler. Gefragt waren seine Illustrationen für die Mecklenburgischen Monatshefte – meist zum Thema: Volkstracht. Den schmalen Grat, auf dem er wanderte, verließ er, als er in den 1930ern Großaufträge vom Wehr- und Heeresbauamt für Dekorationsmalerei ausführte: mecklenburgische Kasernen und Lazarette mit Erntefest- und Bauerntanzszenen schmückte. In seinem Kopf kreiste dabei immer der Plan für ein »großangelegtes mecklenburgisches Trachtenwerk«.

Das Bergenroth-Konvolut wird seit 1943 im Kulturhistorischen Museum Rostock bewahrt. Als einzigartiges Dokument diente es Ethnologen schon zur Rekonstruktion von verlorengegangenen mecklenburgischen Trachten. Nun wird dieses Zeitdokument zum ersten Mal in einer kunsthistorischen Sonderausstellung mit einer Vielfalt an Zeichnungen und Holzschnitten auch einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Kuratorin: Dr. Susanne Knuth


Licht an!

Eine Stadtgeschichte der künstlichen Beleuchtung

23. Juli 2020 bis 25. Oktober 2020

Von mittelalterlichen Kerzenhaltern bis zur modernen Stadtbeleuchtung - künstliches Licht bestimmte schon immer den Alltag der Menschen. Die Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum Rostock führt auf einen Rundgang durch hell erleuchtete Straßen und dunkle Gassen. Wir machen die Nacht zum Tag und werfen ein Schlaglicht auf ein facettenreiches Thema Rostocker Wirtschafts- und Technikgeschichte.

Kurator: Ullrich Klein


WALTER KEMPOWSKI. ICH MÖCHTE ARCHIV WERDEN.

15. Dezember 2019 bis 22. März 2020

Der Schriftsteller Walter Kempowski setzte seiner Heimatstadt in den Romanen der Deutschen Chronik ein literarisches Denkmal. Umfangreiches Wissen, Sammlungen und Erinnerungen flossen ein in eine literarische Darstellung bürgerlichen Lebens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einer norddeutschen Stadt. Die gemeinsame Ausstellung des Kulturhistorischen Museums Rostock und des Kempowski-Archivs Rostock ist ein willkommener Anlass, sich auf die Spuren der literarischen Arbeit des Schriftstellers zu begeben und der Arbeit auf dem Weg zu den erfolgreichen Romanen nachzuspüren.

Kuratorin: Dr. Kartrin Möller-Funck (Kempowski Archiv Rostock)


Menschen - Wissen - Lebenswege.

600 Jahre Universität Rostock

20. Juni 2019 bis 30. November 2019

Die älteste Hochschule Nordeuropas hat Grund zum Feiern. 2019 gilt es, 600 ereignisreiche Jahre Rostocker Universitätsgeschichte in einem würdevollen und ansprechenden Rahmen zu präsentieren. Die Universität Rostock und das Kulturhistorische Museum Rostock präsentieren dazu eine gemeinsame Ausstellung. Vor 600 Jahren begann die Geschichte der Rostocker Universität. Im Jahr 1419 wurde sie eröffnet. Die Hochschule in der Stadt ist eine der ältesten in Deutschland und war die erste in Nordeuropa. Die Ausstellung "Menschen - Wissen - Lebenswege. 600. Jahre Universität Rostock“. führt in die reiche Vergangenheit der Alma mater in der Stadt an der Warnow. Im Mittelpunkt stehen viele der mehr als 200.000 Menschen, die in den vergangenen Jahrhunderten bis heute dort gelernt, gelehrt und gearbeitet haben. Ihre Geschichte, Leistungen und Erfahrungen haben die Universität geprägt und sollen hier erzählt und präsentiert werden.

Wussten Sie eigentlich... ... dass der berühmte Astronom Johannes Kepler 1630 als Professor an die Universität Rostock berufen werden sollte, aber vorher starb?

Grafik. Eine Frage der Form

Otto Dix, Streichholzhändler, 1920, Radierung (K 235 G)

2. Ausstellung der Ausstellungsserie: Rostocks Klassische Moderne: »Entartete Kunst« aus dem Nachlass des Kunsthändlers Bernhard A. Böhmer.

Teil 1: Von Abbo bis de Fiori

17. Mai - 16. Juni 2019

Ausstellung des Kulturhistorischen Museums im Schaudepot der Hanse- und Universitätsstadt Rostock

Im Kaleidoskop drehte sich die moderne Welt, immer schneller entstanden vielfach gebrochene Muster aus neuen Bildern: Gesichter mit und ohne Namen; Damen der Nacht und deren Bewunderer; Gigolos und Kriegskrüppel; Zirkusakrobaten, Varietéartisten und Jahrmarktschreier; Heilige und Ganoven; Bourgeois und Revolutionäre; Liebespaare und einsame Herzen. Größer als die Sehnsucht nach ländlicher Idylle war die Sehnsucht nach der alles Glück versprechenden Großstadt.

Mit der Grafik bot sich avantgardistischen Künstlern am Anfang des 20. Jahrhunderts eine Schleuse, die Flut der überwältigenden Eindrücke in Bilder zu bannen. Die Künstler und ihre Experimente rückten in den Fokus der Aufmerksamkeit. Von den Einen geliebt von den Anderen gehasst: die Grafik erlangte eine vorher nicht gekannte Bedeutung.

Im Nachlass des Kunsthändlers Bernhard A. Böhmer befinden sich 580 Grafiken. In der Ausstellungsserie werden erstmals alle Blätter der Öffentlichkeit vorgestellt. Die 2. Ausstellung beleuchtet die Phänomene der künstlerischen Grafik in der Klassischen Moderne: In vier Hängungen werden 257 grafische Blätter von 67 Künstlern präsentiert. Der 1. Teil präsentiert 65 Werke von 16 Künstlern.

1958 wurde die Ausstellung „Deutsche Grafik des frühen XX. Jahrhunderts“ mit vielen Werken aus dem Böhmer-Nachlass in Rostock eröffnet – und nach einigen Tagen wieder geschlossen. Es ist eines dieser Phänomene: Wenige Striche haben eine große Wirkung. Warum? – in der Ausstellung können Sie es in Bild und Ton erleben.

Kuratorin: Dr. Susanne Knuth


Das älteste Gold der Welt.

30. November 2018 bis 28. April 2019

Seit jeher sind die Menschen von der Magie des glänzenden Goldes fasziniert. Schon vor mehr als 6.500 Jahren gab es an der Westküste des Schwarzen Meeres eine alte Kultur. Damals entdeckte ein Volk von Bauern in der Gegend von Varna die Bearbeitung von Kupfer und Gold.

Zunächst war es Kupfer, mit dem die Menschen die Körper ihrer verstorbenen Häuptlinge, Stammesältesten und Priester bedeckten. Aber schon bald gaben sie den Toten Gold in die Ewigkeit mit.

Mehr als 3.000 Goldobjekte und andere Grabbeigaben aus dem prähistorischen Varna wurden während einer archäologischen Grabung in den 1970er Jahren entdeckt. Die goldenen Grabbeigaben aus der Mitte des 5. Jahrtausends vor Christus gehören zu den ältesten bekannten Schmuckstücken der Welt.

Die Ausstellung „Das älteste Gold der Welt“ zeigt eine spektakuläre Auswahl aus den Grabfunden aus Gold, Kupfer und Ton und führt damit in die Welt einer der ältesten Kulturen der Welt und an den Beginn der Zivilisation. Die Funde wurden unter anderem bereits in Bulgarien, Japan, Kanada, Frankreich, Italien, Israel und den Niederlanden gezeigt. Nun kommt die Ausstellung des Archäologischen Museums Varna mit einem der spektakulärsten Goldfunde der Welt nach Rostock.

 


Rostock. Jetzt 800

noch bis zum 4. November 2018

Historisch gewachsene Hansestadt an der Mündung der Warnow, Handwerkerstadt, Industriestadt, Bezirkshauptstadt und Tor zur Welt der DDR, backsteingotischer Stadtraum, Sitz einer alten Universität und Mittelpunkt eines starken Bürgertums in der Vergangenheit. Modernes Zentrum an der südlichen Ostsee in der Gegenwart. Prägende Merkmale und Beschreibungen, was die Stadt war und ist, gab und gibt es für Rostock viele.

Mit dem Kulturhistorischen Museum Rostock besitzt die Stadt eines der großen kommunalen Museen im Norden Deutschlands. Das Haus öffnet mit der Sonderausstellung aus seinen eigenen Beständen, die mit ihren Exponaten die Geschichte von Stadt und Region auf beeindruckende Weise demonstrieren, sowie mit gezielten Leihgaben und Partnerschaften den Blick auf das Stadtjubiläum im Jahr 2018. Die von Generationen bewahrten Exponate erzählen bekannte und unbekannte Geschichten aus der Geschichte, Neues und längst Bekanntes auf neue Weise.

Die Ausstellung richtet Fragen an die Rostocker Geschichte. Sie schaut hinter die Kulissen einer Stadt und ihrer Bürger, erklärt, wovon sie lebten, wer sie regierte, woran sie glaubten, wo sie wohnten; fragt, wo sie herkommen und was sie prägte. Zu diesen und anderen Themen sucht die Ausstellung Antworten und versucht zu beschreiben, was Rostock ist.

Schlaglichtartig werden einzelne Themen sowie wichtige Ereignisse beleuchtet und vertieft. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Exponate der Kunst- und Kulturgeschichte als einmalige und beredte Zeugnisse für die Entwicklung der Stadt Rostock über „800 Jahre“.


„Von Ata bis Zentralkomitee. DDR-Alltag in Objekten“

24. November 2017 bis 4. März 2018

Das Ausstellungsjahr im Kulturhistorischen Museum Rostock wird 2017 mit einer Ausstellung zur Alltagsgeschichte der DDR abgeschlossen.

Mit „Von Ata bis Zentralkomitee. DDR-Alltag in Objekten“ präsentiert das Museum einfache und bekannte und weniger bekannte Objekte aus dem Alltagsleben in der DDR und erzählt anhand dieser Beispiele aus der Geschichte des DDR-Alltags zwischen Privatheit und staatlichem Einfluss. Dabei stehen Themen wie Familie, Schule und Studium, Beruf und Arbeit, Freizeit und Urlaub oder die gesellschaftliche Tätigkeit im Mittelpunkt. Die Objekte und ihre Geschichten ermöglichen eine Überprüfung, ob und wie der Staat auf das Leben der Menschen Einfluss nahm, wie der Alltag in der DDR gemeistert wurde.