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Sonderausstellungen

  • Slüterdenkmal an St. Petri, Ansichtskarte nach 1911

  • Ägidius Faber/Martin Luther, Von dem flaschen Blut vnd Abgott jm Thum zu Schwerin, Wittenberg 1533

  • Lucas Janszoon Waghenaer, Johan Doetichum, Karte der Seeküste von Mecklenburg, Amsterdam 1586

  • Nicolaus Gryse, Spegel des Antichristischen Pawestdoms / und Luttherischen Christendoms, Rostock 1593

Das Netz des neuen Glaubens.

Rostock, Mecklenburg und die Reformation im Ostseeraum

7. Juli 2017 – 5. November 2017

Aus Anlass der Feiern zum 500. Jubiläum der Reformation präsentiert das Kulturhistorische Museum Rostock eine Ausstellung zur Geschichte der Reformation. Sie thematisiert nicht nur die Ereignisse der Reformation in Rostock und Mecklenburg, sondern auch die damit verbundenen kulturellen und religiösen Austauschprozesse. Eine Rolle spielen das kirchliche und religiöse Leben und der Glauben vor der Reformation, die Entwicklungen, die zu den Umbrüchen und Veränderungen führten und die Entwicklung der Landeskirche in Mecklenburg seit der Mitte des 16. Jahrhunderts. Somit entsteht ein Gesamtblick auf die vielfältigen religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Prozesse im 16. und 17. Jahrhundert, die unter dem Begriff der Reformation und ihrer Folgen zusammengefasst werden können.

Rostock war nicht nur das geistige Zentrum der Reformation in Mecklenburg, sondern wurde schon in den 1520er Jahren zu einem außerordentlichen Multiplikator reformatorischen Gedankengutes. Dies ist einem der ersten evangelischen Prediger in Rostock zu verdanken – Joachim Slüter. Er gab bereits 1525 ein evangelisches Gesangbuch und 1526 ein Gebetbüchlein heraus, die, beide in niederdeutscher Sprache abgefasst, die ältesten Zeugnisse ihrer Art überhaupt sind. Vor allem das Gesangbuch wurde zu einem Bestseller und weit über die Grenzen Mecklenburgs verbreitet. Kirchenlieder aus Rostock prägten den evangelischen Gemeindegesang in Schweden und Dänemark, aber auch in England und Lettland und in vielen Territorien des Reiches. Hier wirkten seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts Persönlichkeiten wie David Chyträus und Johann Quistorp d. Ä. oder Johann Friedrich König, Heinrich Müller oder Theophil Großgebuer, die das Luthertum auch über die Reichsgrenzen prägten und Rostocker Einflüsse über die Ostsee nach Skandinavien ausstrahlen ließen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Begleitprogramm
Führung Sonntag, 10 Uhr
9. Juli 2017 - auch um 11 Uhr
23. Juli 2017
6. August 2017
20. August 2017
10. September 2017
24. September 2017
8. Oktober 2017
22. Oktober 2017
5. November 2017
Führung nach der Arbeit Donnerstag, 18 Uhr
13. Juli 2017
27. Juli 2017
10. August 2017
24. August 2017
7. September 2017
21. September 2017
5. Oktober 2017
19. Oktober 2017
2. November 2017
Veranstaltungen Leben und Sterben des Kaplan Joachim Slüter zu Rostock von Holger Teschke
6./7. und 8. Juli 2017, 20.00 Uhr
Uraufführung des Volkstheaters Rostock
in Kooperation mit der Singakademie Rostock e.V. und "Die Freigeister"
Neun Nonnen fliehen
9. Juli 2017, 20 Uhr
Eine szenisch-musikalische Lesung nach Rolf Hochhuth
Theaterprojekt der Theologischen Fakultät Rostock
Institut für Text und Kultur (ITK)
Konzerte im Klosterinnenhof jeweils 18 Uhr
18.07.2017
Bigband des Konservatoriums Rostock
DRUMQUADRAT – Das Schlagzeug-Duo
Mehr als nur Rhythmus !
27.09.2017
Musik zur Zeit der Reformation
Konzert des Konservatoriums Rostock
Lange Nacht der Museen 28.10.2017, 18.00 bis 24.00 Uhr

Wussten Sie eigentlich... ... dass es in Rostock Bruchfischer und Straßenfischer gab?

CHRISTIAN ROHLFS (1849–1938). Fall der Fälle.

Birken am Gartenzaun, 1902
Die Heiligen Drei Könige, um 1924

Ausstellung vom 9. Juni – 24. September 2017

Ausstellungsserie
Rostocks Klassische Moderne: „Entartete Kunst“ aus dem Nachlass des Kunsthändlers Bernhard A. Böhmer.

 

Farbenprächtige Gemälde und Grafiken des facettenreichen Künstlers Christian Rohlfs eröffnen eine außergewöhnliche Ausstellungsserie mit hochkarätigen Meisterwerken von Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer, Rudolf Belling, Max Pechstein, Erich Heckel, Ernst Barlach und anderen deutschen Künstlern. Die einzelnen Ausstellungen widmen sich den Schicksalen einzelner Künstler oder Künstlergruppen und dem dubiosen Weg ihrer  verfemten Kunst nach Rostock.

Um 1900 brachen avantgardistische Künstler in ganz Europa mit der traditionellen Kunst und schufen die Klassische Moderne – Christian Rohlfs war einer von diesen „eigenartigen“ Individualisten.

Seine Art, die Kunst in der Natur zu sehen, ist eigenartig, seine Weise, sie „herauszureißen“, immer selbständig. Bilder der verschiedensten Epochen seines Schaffens finden im Naturgefühl ihr einigendes Band.
Der Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus über Christian Rohlfs, 1905.

Mit dem Fall eines schleswig-holsteinischen Naturburschen vom Apfelbaum begann der märchenhaft anmutende Aufstieg zum Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.

Mit dem traditionellen Repertoire von Formen und Farben erntete er erste Lorbeeren. Auf denen ruhte er sich nicht aus. Nie enden wollende Experimente prägten seine stilistische Entwicklung über Impressionismus zum Expressionismus. Die Zeit war aus den Fugen und er verdichtete sein Inneres zu symbolischen Zeichen. Die ungebändigte Naturverbundenheit bricht in seinem Spätwerk wieder hervor: Rohlfs‘ ganz eigener lyrischer Expressionismus betört mit farbintensiven Blumenbildern.

 

Kuratorin: Susanne Knuth

Begleitprogramm
Führung Donnerstag, 15 Uhr
29. Juni 2017
13. Juli 2017
3. August 2017
24. August 2017
7. September 2017
21. September 2017
Führung Donnerstag, 17 Uhr
22. Juni 2017
6. Juli 2017
20. Juli 2017
17. August 2017
31. August 2017
14. September 2017
Sonntagsführung mit der Kuratorin Sonntag, 11 Uhr
18. Juni 2017
24. September 2017
Vorträge
13. Juni 2017, 19 Uhr
„Mein Renomme im Museum habe ich nun schon ein wenig aufgebessert“, Christian Rohlfs in seinen Bildern und Briefen
Dr. Birgit Schulte (Osthaus Museum Hagen)
15. Juni 2017, 18 Uhr
Zum Schicksal der Kunstwerke von Christian Rohlfs
Dr. Susanne Knuth
18. Juni 2017, 10.30
Entwurf für eine experimentelle Ausstellungsgestaltung am Beispiel der Ausstellung „Christian Rohlfs. Fall der Fälle.“
Patrick Gürtler (Hochschule Wismar)
17. September, 11 Uhr
Entdeckungen bei der kunsttechnologischen Untersuchung und Konservierung der Christian Rohlfs-Gemälde Gasse in Soest, Wald, Kloster Andechs
Anna Bungenberg, Hochschule für Bildende Künste Dresden
Filmvorführung Dienstag, 18 Uhr
5. September 2017
19. September 2017
Unser gemeinsames Leben. Christian Rohlfs – Helene Rohlfs
Regie: Karl Wiehn, 1968

Eintritt frei.

Gebühr für Führungen und Vorträge jeweils 3,- Euro.

 

 

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag
10.00 bis 18.00 Uhr 

Eintritt frei