START » AUSSTELLUNGEN » Sonderausstellungen
Reisen & Erobern – die Attraktion der Fremde im 19. Jahrhundert
16. September 2011 – 19. Februar 2012
verlängert bis 04 März!
Unser Blick auf das „Fremde“, der bis heute die gesellschaftliche Debatte herausfordert, hat seine Wurzeln zum großen Teil im 19. Jahrhundert.
Verbesserte Transportmittel, Straßen- und Eisenbahnbau weiteten in dieser Zeit den Horizont der Deutschen enorm. Wer bislang kaum einmal seine Heimatstadt verlassen hatte, dem öffnete sich durch Eisenbahnen und Dampfschiffe nun die Welt.
Darüber hinaus kreierte das neue industrielle Zeitalter als Kehrseite streng geregelter Arbeitszeiten nun erstmalig den Begriff der Freizeit, des Urlaubs und eröffnete damit allmählich breiteren Schichten die Möglichkeit des Reisens.
Wer selbst nicht reiste, den erreichten die faszinierenden fremden Kultureindrücke mit Hilfe des neuen Mediums Fotografie nun auch mitten in seinem heimischen Alltag. Überraschende Bilder des Fremden und Fernen waren bald regelmäßiger Gegenstand in Medien, Ausstellungen und Werbung.
Die Sonderausstellung „Reisen & Erobern – die Attraktion der Fremde im 19. Jahrhundert“ im Kulturhistorischen Museum Rostock versucht die museale Aufarbeitung einer Zeit wachsender regionaler Weltoffenheit, einer bis dahin ungekannten Vielzahl neuer, fremder Kulturkontakte aber auch starker imperialer wie kolonialer Ambitionen Deutschlands.
Themen wie der neue Reiz des Reisens, das Bild des Fremden in Alltag und Medien der Zeit oder Deutschland als Kolonialmacht aber auch Beispiele völkerkundlicher Sammlungen, wie sie im 19. Jahrhundert auch in Rostock entstanden und präsentiert wurden, werfen ein deutliches Licht auf die tiefe Ambivalenz dieses so plötzlich wachsenden Interesses am Fremden.
Das zeittypische Bildmedium des Kaiserpanoramas wird dabei in originaler historischer 3D-Präsentation ein ungewöhnlich sinnliches Bild des Fremden am Ende des 19. Jahrhunderts vermitteln.
In Trümmern. Die Zerstörung Rostocks im April 1942
23.03.2012 bis 10.06.2012
Eröffnung: 22.03.2012, 17.00 Uhr
Nach der Zerstörung von Städten wie Coventry, Rotterdam oder Guernica durch die deutsche Luftwaffe rückten 43 deutsche Kommunen 1940 in das Visier der Alliierten, darunter auch der Rüstungsstandort Rostock. In den Nächten vom 23. bis 27. April 1942 legten Bomben die Stadt in Schutt und Asche. Die Ausstellung dokumentiert anhand historischer Zeugnisse die Zerstörung der Stadt durch Bombenangriffe 1940 bis 1944 und erläutert die Hintergründe.
Himmelslicht und weite Erde.
Meisterwerke auf dem Weg zur Freilichtmalerei in den Künstlerkolonien Ahrenshoop und Schwaan
22.06.2012 bis 9.09.2012
Eröffnung: 21.06.2012, 17.00 Uhr
Die Ausstellung bringt in einer ausführlichen Zusammenstellung die prägnantesten Positionen der Freilichtmalerei in den Künstlerkolonien Schwaan und Ahrenshoop zur Ansicht, zeigt die engen Beziehungen und eindrucksvollen künstlerischen Parallelen zwischen ihnen. Als Gemeinschaftsprojekt des Kulturhistorischen Museums Rostock, der Kunstmühle Schwaan und der Stiftung Kunstmuseum Ahrenshoop zeigt sie Spitzenwerke aus den dortigen Sammlungen, aus weiteren Museumssammlungen des Landes, aus Museen außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns und aus privaten Quellen: insgesamt rund 90 Gemälde und 40 grafische Arbeiten. Die Lehrer und Anreger der in Ahrenshoop und Schwaan tätigen Künstler sind mit Werken von Gustav Schönleber, Theodor Hagen, Albert Brendel, Karl Buchholz und Eugen Bracht vertreten. Das Schaffen in den beiden Künstlerkolonien und sein direktes Umfeld wird durch Werke von Franz Bunke, Paul Baum, Carl Malchin, Oskar Frenzel, Friedrich Wachenhusen, Paul Müller-Kaempff, Hugo Richter-Lefensdorf, Anna Gerresheim, Elisabeth von Eicken, Friedrich Grebe, Peter Paul Draewing, Alfred Heinsohn und Rudolf Bartels anschaulich gemacht. Es erscheint ein Katalog mit zahlreichen Abbildungen.
Studieren im Mittelalter.
Doctrina multiplex - Veritas una
21.09.2012 bis 11.11.2012
Eröffnung: 20.09.2012, 17.00 Uhr
Studenten gehörten im ausgehenden Mittelalter und in der frühen Neuzeit zum Bild der Stadt Rostock. Ihre Dokumentation als eigenständige Gruppe innerhalb der mittelalterlichen Stadtgesellschaft, die Ansprüche, die an sie von den Lehrenden und der Gesellschaft gerichtet wurden, wie auch ihr Verhalten in der Stadt stehen im Zentrum der Ausstellung. Dargestellt werden anhand der Universität Rostock und ihrer Besonderheiten der Kanon der Bildung, die Art und Weise der Lehre wie auch die Karrierechancen der Studierenden an einer spätmittelalterlichen Alma mater.
170 Jahre Kunstverein zu Rostock
23.11.2012 bis 19. Februar 2013
Eröffnung: 22.11.2012, 17.00 Uhr
Die Gründung des Kunstvereins zu Rostock zählt zu den wichtigsten Daten der Stadtgeschichte des 19. Jahrhunderts. Die gemeinsame Entwicklung des Vereins und des von ihm gegründeten Museums stehen im Mittelpunkt der Ausstellung des Vereins, seiner Mitglieder, seiner Sammlung und des entstehenden Museums wie auch Bürgersinn und Kunstsinnigkeit, Gemeinschaftsgefühl und Bildungsanspruch. Die Ausstellung wird gemeinsam mit dem Kunstverein zu Rostock anlässlich seines Jubiläums vorbereitet.
„Von Zuse zu Zuse- Eine Rostocker Computergeschichte"
22. August bis 23. Oktober 2011
Anlässlich der Einweihung des neuen Instituts für Informatik und des IT- und Medienzentrums der Universität Rostock am gleichen Tag zeigen die Rostocker Universität und das Kulturhistorische Museum Rostock erstmals gemeinsam einen bisher weitgehend unbekannten Teil der Rostocker Stadt- und Wissenschaftsgeschichte in einer Kabinettschau.
Sie dokumentiert die Entwicklung der Informatik in der Hansestadt - angefangen vom 1963 errichteten Rechenzentrum, in dem 1964 der erste Großrechner in Betrieb ging - bis hin zur Fertigstellung des Neubaus. Ausgewählte Objekte aus den Jahren 1964 bis 1990 gewähren einen Einblick in die Computertechnik der DDR und insbesondere an der Rostocker Universität. Zu sehen ist die Entwicklung von Rechnern mit immer größeren Speichern von der Lochkarte bis zur DVD. Darüber hinaus widmet sich die Ausstellung der zunehmenden Miniaturisierung und den Design-Veränderungen der Rechentechnik.
Die Exposition würdigt darüber hinaus die Leistung von Konrad Zuse. Der hatte 1943 den ersten Computer Z3 entwickelt und schließlich den Grundstein für alle Entwicklungen in der Computertechnik bis hin zum Neubau der Universität gelegt.
Über Jahrzehnte bewahrt, besitzt die Universität eine Sammlung von historischen Computern und elektronischen Geräten, die seit den 1960er Jahren eine zunehmend wichtige Rolle in Forschung und Lehre an der Hochschule gespielt hatten. Am 19. Juni 1964 hatte sich auf Beschluss der Senatskommission der Universität Rostock, damals Wilhelm-Pieck-Universität, das Rechenzentrum als eigenständige Einrichtung gegründet. Das Rechenzentrum etablierte sich in den Jahren danach als Einrichtung der Dienstleistung, der Forschung und Lehre. Die Informatik als Wissenschaft musste sich jedoch erst ihren Platz schaffen. So war die Informationsverarbeitung (auch Rechentechnik genannt) zunächst eng an die Mathematik gekoppelt. An der Sektion Mathematik entstand der Wissenschaftsbereich Kybernetik und Rechentechnik, der später in den Bereich Informatik umbenannt und wieder dem Rechenzentrum angeschlossen wurde.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Der Weg zum Geld. Norddeutsche Münz- und Geldgeschichte(n)
10.6.2011 – 28.8.2011
Was Geld ist und war, änderte sich im Laufe der geschichtlichen Entwicklung. So wurde auch die Frage nach dem „Wesen des Geldes“ in jeder Epoche unterschiedlich beantwortet. Die Funktion des Geldes als Tauschmittel resultiert aus der räumlichen und zeitlichen Diskrepanz zwischen dem Kauf und Verkauf von Gütern im Zuge der zunehmenden Arbeitsteilung der Wirtschaft. Man tauscht nicht länger Gut gegen Gut, sondern wandelt das Gut in das allgemein anerkannte Tauschmittel Geld um, das wiederum auf anderen Märkten zum Wareneinkauf verwendet werden kann. Nur wer etwas vom Geld versteht, begreift, wie die Triebkräfte des Wirtschafts- und Gesellschaftslebens funktionieren.
Die Ausstellung bietet einen zusammenfassenden Überblick über die europäische und insbesondere norddeutsche und hansische Geldgeschichte im Mittelalter.
Im Mittelpunkt stehen die mecklenburgischen und vorpommerschen Hansestädte Rostock, Wismar, Stralsund und Greifswald und ihr Geld. Eingebettet in die hansische Wirtschaftsgeschichte soll die Geldpolitik und -geschichte des mittelalterlichen Wirtschaftsbundes und seiner geldpolitischen Aktivitäten im Wendischen Münzverein dargestellt werden.
Rostock Schwarzweiß.
Karl Eschenburg und sein Rostock
25.02. bis 22.05.2011
Die gemeinsam vom Kulturhistorischen Museum Rostock und dem Universitätsarchiv Rostock vorbereitete Ausstellung „Rostock Schwarzweiß. Karl Eschenburg und sein Rostock“, die vom 25. Februar bis 22. Mai 2011 im Kulturhistorischen Museum zu sehen ist, vereint rund 70 Fotografien aus dem historischen Stadtzentrum Rostocks sowie rund 100 weitere Aufnahmen, die in einer Multimedia-Installation präsentiert werden. Der Rostocker Fotograf Karl Eschenburg (1900-1947) ermöglicht uns heute einen Blick auf ein verlorenes Stadtbild, auf vergessene und zerstörte, sowie auf bekannte oder veränderte Straßen und Plätze, auf Häuser und Menschen, auf Geschichte und Geschichten in der Stadt an der Warnow.
Fräulein und Demoiselle
Adlige und Bürgerliche Damen in den Klöstern Ribnitz und Rostock
26. März 2010 bis 11. Juli 2010
Nach der Reformation im Herzogtum Mecklenburg wurden vier der Klöster, Dobbertin, Malchow und das Kloster zum Heiligen Kreuz in Rostock in Damenstifte umgewandelt.
In einem Erbvertrag zwischen den mecklenburgischen Herzögen und der Stadt Rostock erhielt das Heiligkreuzkloster 1584 die Funktion eines evangelischen Frauenstiftes für unverheiratete Töchter Rostocker Familien. Zeitweise lebten auch adlige Damen in den Mauern des Rostocker Konventes. Auch das in Ribnitz liegende Klarissenkloster war seit dem späten 16. Jahrhundert Ort für vornehme unverheiratete Frauen aus dem mecklenburgischen Adel.
Die gemeinsam mit dem Deutschen Bernsteinmuseum Ribnitz-Damgarten, das sich heute in den Räumen des Ribnitzer Klosters befindet, vorbereitete Ausstellung spürt den Leben der adligen und bürgerlichen Frauen hinter den Mauern beider Klöster nach und ermöglicht anhand ausgewählter Beispiele einem Blick hinter die Kulissen, auf das Leben und die Auseinandersetzungen der vornehmen Damen untereinander und mit ihrer Umwelt. Im Mittelpunkt steht darüber hinaus die Entwicklung beider Klöster seit dem 16. Jahrhundert bis zu ihrer Schließung 1920.
Schönheit pur.
Mecklenburg - ein Land für Künstler 1900-1945
28. Mai 2010 bis 22. August 2010
„Schönheit pur. Mecklenburg – ein Land für Künstler 1900 bis 1945“ zeigt in bislang noch nicht dagewesener Breite die Kunst Mecklenburgs aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – zu sehen in drei Ausstellungshäusern in Rostock und Güstrow. Dabei gilt es, bekannte Größen neu zu bewerten – und bislang unbekannte Maler neu zu entdecken. Mit dabei außerdem einige prominente Gäste: Lyonel Feininger, Alexej von Jawlensky, Karl Schmidt-Rottluff, Lovis Corinth.
In erster Linie dreht es sich jedoch um die bekannten und seinerzeit einflussreichsten Künstlerinnen und Künstler Mecklenburgs. Zu sehen sind Paul Müller-Kaempff und Franz Bunke, Egon Tschirch, Rudolf Bartels, Kate Diehn-Bitt und viele andere. Die Beschränkung auf Mecklenburg ist ganz bewusst erfolgt, da die Kunstgeschichte Vorpommerns sich von der Mecklenburgs unterscheidet und außerdem ist sie viel besser erschlossen ist.
So galt es, einige Schätze zu bergen. Zum Beispiel die Malerin Elsbeth Huther, die mit großformatiger Landschaftsmalerei vertreten ist – aber auch mit einem gänzlich abstrakten Aquarell. Auch interessante kulturhistorische Entdeckungen gilt es zu vermelden: So war unbekannt, dass es in Rostock bereits 1908 – zu einer Zeit, als Edvard Munch sich in Warnemünde erholte – eine Ausstellung mit Werken der einflussreichen Künstlergruppe „Brücke“ gegeben hatte. Allerdings ohne größere Anteilnahme der lokalen Presse, weshalb die Ausstellung nahezu in Vergessenheit geriet.
Die Schau ermöglicht auch neue Perspektiven auf bekannte Werke. So wird der Maler Egon Tschirch auch als experimenteller, fast expressionistischer Maler erfahrbar, der naturalistische Porträts oder Stadtansichten offenbar eher zum Gelderwerb malte. Schließlich erhellt die Ausstellung auch den Umgang ansässiger Künstler mit dem Nationalsozialismus. Dabei werden bewusst Kontraste gesetzt zwischen propagandistisch angelegter Kunst und Arbeiten, die der Haltung des „inneren Exils“ entstammten oder etwa die verheerenden Folgen des Krieges darstellen.
Die Ausstellung „Schönheit pur. Mecklenburg – ein Land für Künstler 1900 bis 1945“ entstand in erster Linie aus dem Bestand des Kulturhistorischen Museums Rostock, in dem sich bislang nicht aufgearbeitete Sammlungen befanden. Das Kulturhistorische Museum Rostock konzentriert sich im Rahmen der Ausstellung auf die Malerei, das Rostocker Max-Samuel-Haus auf Grafik. Die Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow zeigt Plastiken und Skulpturen.
Zur Ausstellung ist ein umfassendes Begleitbuch im Hinstorff Verlag, Rostock erschienen.
Unvergesslich ! Von Haarlocke bis Siegelring - Dinge, die erinnern
10. September 2010 bis 13.Februar 2011
Jedes einzelne museale Sammlungsstück wird spätestens bei seiner Übernahme durch ein Museum seinem ursprünglichen Bedeutungszusammenhang entrissen, abgetrennt von seinem unmittelbaren menschlichen Umfeld.
Die Ausstellung soll diesen in gewissem Sinne neutralisierten Stücken ihren ganz individuellen Gehalt zurückgeben,
Andenken entstehen erst durch das ganz persönlich mit einem beliebigen Gegenstand verbundene Erlebnis. Für Außenstehende oder in der musealen Präsentation bleibt die im Andenken gespeicherte Erinnerung in der Regel unsichtbar.
Die Ausstellung „Unvergesslich! – Von Haarlocke bis Siegelring, Dinge die erinnern“ sucht unter solchen durch die Überlieferung „verstummten“ Erinnerungsstücken nach deren Geschichte, ihrem ganz individuellen Gehalt.
Zunächst unscheinbare Gegenstände wie ein Kleidungsstück, eine Glückwunschkarte oder ein paar Fotos, wie Ringe oder Kränze werden zu Denkmalen individueller Lebensstationen. Taufe, Freundschaft, Liebe und Hochzeit aber auch der Tod kristallisieren in einem jeweils sehr persönlichen Konvolut von Erinnerungsstücken.
Die Ausstellung führt zurück in die Geburtsstunde der bürgerlichen Erinnerungs- und Gefühlskultur ab der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Stammbücher, Handarbeiten, Zeichnungen und Widmungen erzählen von einer Zeit eines wahren Erinnerungskultes, mit dem Wunsch nach Dauer und Beständigkeit in einem immer schneller werdenden industriellen Zeitalter.
In einem Ausstellungsabschnitt zur öffentlichen Gedächtniskultur illustrieren Vereinsfahnen, Pokale und Heldendarstellungen die Kaiserzeit als eine Zeit blühenden Gedächtniskultes.
Sinnfällig an dieser Stelle zeichnen Ordensschmuck und Feldpost aber auch Bombensplitter und Todesnachricht das ambivalente Bild der militärischen und Kriegserinnerungen
Manfred Zoller. Rostocker Ansichten
24. September 2010 bis 06. Februar 2011
Der künstlerische Weg Manfred Zollers begann eigentlich in Rostock, erfolgte doch hier der Übergang vom Mediziner zum Künstler. Schon während des Medizinstudiums 1969 bis 1979 und der mehrjährigen Tätigkeit am Anatomischen Institut der Universität Rostock begann seine intensive künstlerische Tätigkeit. Manfred Zoller erfuhr Anregungen durch Johannes Müller. 1979 entschloss sich Zoller zur freiberuflichen Tätigkeit als Maler und Grafiker. Er wurde 1980-83 Meisterschüler bei Gerhard Kettner an der Hochschule der bildenden Künste Dresden. Dort leitete Zoller von 1985 bis 1990 die Abteilung Künstleranatomie und wechselte 1993 an die Kunsthochschule Berlin- Weißensee, wo er 1993 zum Professor berufen wurde.
1991 habilitierte sich Dr. Manfred Zoller. Sein Lehrbuch „Gestalt und Anatomie“ dürfte vielen Künstlern zum Verständnis anatomischer Bedingungen verholfen haben. Mehrere Gastprofessuren an verschiedenen deutschen und ausländischen Kunsthochschulen folgten ab 2008. Manfred Zoller sieht seine künstlerischen Wurzeln in Rostock. Insbesondere die Auseinandersetzung mit dem Stadtorganismus, mit der Stadtlandschaft Rostocks hat ihn geprägt. Stadtlandschaften aus Rostock aus dem Bestand des Kulturhistorischen Museums und aus dem Besitz des Künstlers zeigen individuelle Wahrnehmungen des Künstlers als Rückblick auf ein Stück Rostocker Geschichte.
Grüße aus der DDR oder
Der Alltag in einem verschwundenen Staat
Fotografien von Siegfried Wittenburg, Rostock
20.11.2010 bis 13.02.2011
Wie stellte sich das Leben in der DDR im Alltag dar ? Ungerechtigkeit, Willkür und andere Gräuel verbinden diejenigen mit der DDR, die sie nicht selbst erlebt haben. Doch ein konkretes Bild der Befindlichkeit der Bürger der DDR, die zwangsweise mit den politischen Um- und Zuständen ihres Landes zurecht kommen mussten, lässt erst das auf den ersten Blick unspektakulär erscheinende alltägliche Leben erkennen.
Der Fotografiker Siegfried Wittenburg hielt Besonderheiten im Alltag der DDR zwischen 1980 und 1990 in subtiler Weise fest und erinnert an viele Nuancen des Lebens, die fast vergessen sind.
Zu sehen sind die DDR-typischen Plattenbauten, Schaufenster von fast rührender Trostlosigkeit, verfallene Altbauviertel, Straßenszenen und schließlich die Demonstranten des Herbstes 1989. Vor allem aber sieht man die Menschen, die allen Alltagsschwierigkeiten zum Trotz den Mut nicht verloren haben, die auf ihre Weise ihren Weg gingen. Auf eine sanfte, ironische, aber eindringliche Weise bilden die Fotos einen ästhetischen Kontrapunkt zur offiziellen Bilderwelt des SED-Staates. Die Bilder des Rostocker Fotografen Siegfried Wittenburg lassen eine verschollene Welt wieder auferstehen.
Die Ausstellung „Grüße aus der DDR oder Der Alltag in einem verschwundenen Staat“, vereint Fotografien, vor allem aus Rostock, aus den letzten 10 Jahren der DDR.
Anschrift
Kulturhistorisches Museum Rostock
Klosterhof 7
18055 Rostock
Telefon 0381 20359-0
Fax 0381 3819451
kulturhistorisches.museum(at)rostock.de
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag
10.00 bis 18.00 Uhr
Montag geschlossen
Eintritt: frei
(ausgenommen einzelne Sonderausstellungen)
Führungen
Öffentliche Führungen (ab 5 Pers.): Erwachsene 2,00 EUR, Kinder frei
Gruppen (Voranmeldung, bis 25 Pers.): 30,00 EUR
Tel. 0381 20359-14, Fax. -13
Kindergruppen, Schulklassen (Voranmeldung): frei
Tel. 0381 20359-14, Fax. -13
Entgeltordnung (PDF/72kB)
Links
Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern
Internationaler Museumsrat (ICOM Europe)
Kulturportal Mecklenburg-Vorpommern