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Die Numismatische Sammlung des Kulturhistorischen Museums Rostock ist über 100 Jahre alt. Sie umfasst rund 25.000 Objekte. Zu ihren Beständen gehören neben einer umfassenden Sammlung Rostocker Prägungen des Mittelalters und der Neuzeit, Münzen der Hansestädte und anderer norddeutscher Kommunen und Territorien, antike und byzantinische Münzen, eine Sammlung von Medaillen mit einer ausgedehnten Kollektion zu Gebhardt Leberecht von Blücher sowie historische Münzfunde des Rostocker Raumes. Gipsabgüsse antiker und neuzeitlicher Gemmen und Kleinreliefs sowie eine Siegelsammlung zur mecklenburgischen Geschichte bilden weitere Schwerpunkte.
Heute ist sie ist eine der größten und profiliertesten Sammlungen des Landes. Neben der vorrangig auf die mecklenburgische Landesgeschichte und das Fürstenhaus Mecklenburg ausgerichteten Schweriner Sammlung ist die Rostocker die größte bürgerlich-städtische Sammlung des Bundeslandes.
Im mecklenburgischen Raum ist die Münzprägung durch fürstliche Münzherren seit den zwanziger Jahren des 13. Jahrhunderts urkundlich belegt. Rostock erwarb 1325 das eingeschränkte und 1361 das uneingeschränkte Münzrecht gegen eine Zahlung von 1000 beziehungsweise 800 Mark Pfennige vom Landesfürsten. Zeitweise gehörte die größte Stadt Mecklenburgs zum von ca. 1365 bis 1569 wirkenden Wendischen Münzverein um Lübeck, Wismar, Hamburg und Lüneburg.
Ab 1371 prägte Rostock Witten nach lübischem Fuß. Seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts prägte die Stadt neben Doppelschillingen und Schillingen auch Taler, seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts auch Gulden. Später dominierten vor allem kupferne Pfennige die in der städtischen Münze hergestellte Währung. Im Zuge der Reichseinigung endete 1864 die selbständige Rostocker Münzprägung. Die Gerätschaften der seit dem Mittelalter belegten, städtisch bestallten Münzmeister, die seit dem Beginn des 16. Jahrhundert durchgehend dokumentiert sind, wurden dem Altertumsverein übergeben und befinden sich heute im Kulturhistorischen Museum Rostock. Die Prägestätte befand sich zuletzt in dem erhaltenen Gebäude am Ziegenmarkt. Erkennungszeichen der Rostocker Münzen ist das Stadtwappen, insbesondere der nach links schreitende oder nach links aufgerichtete Greif auf der Vorderseite der Prägungen.
Die Dauerausstellung zeigt einen Querschnitt durch die Sammlung und ist der Beginn einer ständigen Präsentation, die in der folgenden Zeit erweitert und entwickelt werden soll.
In der Ausstellung dominieren Rostocker Prägungen aus acht Jahrhunderten. Im Mittelpunkt stehen die silbernen Witten der Hansezeit aus dem 14. bis 15. Jahrhundert, silbernen Schillinge aus dem 15. bis 16. Jahrhundert und vor allem die eindrucksvollen Silbertaler aus der Rostocker Münze seit dem späten 16. Jahrhundert. Ebenso zeigt die Ausstellung eine Auswahl aus den Gulden- und Dukatenprägungen der Stadt Rostock seit dem frühen 17. Jahrhundert. Die Auswahl wird durch Rostocker Medaillen und die Gerätschaften der Münzmeister ergänzt.
Wegen der Baumaßnahmen können die Bestände zur Zeit nicht präsentiert werden.

Medaillensuite,
Rostock, Johann Memmies, Zinn, Holz, Bein, 1701
Anschrift
Kulturhistorisches Museum Rostock
Klosterhof 7
18055 Rostock
Telefon
0381 20359-0
Fax
0381 3819451
kulturhistorisches.museum(at)rostock.de
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr
Montag geschlossen
24. und 25.12.10 geschlossen, 26.12.10 geöffnet
31.12.10 und 01.01.11 geschlossen
Eintritt: frei
(ausgenommen einzelne Sonderausstellungen)
Führungen und Veranstaltungen
Öffentliche Führungen (ab 5 Personen): Erwachsene 2,00 EUR, Kinder frei
Gruppenführung nach Voranmeldung (bis 25 Personen): 30,00 EUR
Führungen für Kindergruppen und Schulklassen nach Voranmeldung
frei: Tel. 0381 2035914, Fax. 0381 2035913
Entgeltordnung der Städtischen Museen der Hansestadt Rostock