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Kunst in Mecklenburg

  • Paul Müller-Kaempff, Landschaft mit Fischerhaus, um 1895

  • Anna Gerresheim, Nächtliche Häuser im Winter, um 1895

  • Blick in den Gemäldesaal

Am 8. Juni wurde die neue temporäre Kunstausstellung Christian Rohlfs (1849–1938). Fall der Fälle. im Gemäldesaal eröffnet. Dadurch ergeben sich einige Umhängungen innerhalb der Dauerausstellung der Kunstsammlung.

Die Ausstellung Kunst in Mecklenburg wird in bekannter Form bis Ende September 2017 nicht zu sehen sein. Eine Auswahl von Werken der Künstlerkolonien Ahrenshoop und Schwaan wird ab 15. Mai bis Ende September im vorderen Bereich der Stadtansichten-Ausstellung präsentiert.


Fern der Kunstzentren in großen deutschen Städten entstand in Mecklenburg nach 1900 bis in die 1920er Jahre eine vielfältige Kunstlandschaft. Sie ist geprägt durch realistische Landschaftsmalerei des späten 19. Jahrhunderts, die hier ein deutliches  Beharrungsvermögen zeigte und auch künftig behalten sollte. Das Fehlen von Kunstakademien in Mecklenburg führte junge Künstlerinnen und Künstler in andere Regionen. Von dort brachten sie neues Gedankengut und Anregungen mit.

Die Schönheit Mecklenburgs zog aber auch immer wieder Künstler an, deren Wirken nicht ohne Spuren blieb. Der Austausch unter den Künstlerinnen und Künstlern in den Künstlerkolonien Ahrenshoop und Schwaan wirkte befruchtend. So entstand ein reger Austausch und eine vielfältige Kunstlandschaft im Norden.
Namen wie Rudolf Bartels, Elisabeth von Eicken, Dora Koch-Stetter, Gustav Wallat oder Egon Tschirch stehen ebenso exemplarisch für die Kunst in Mecklenburg wie Kunstwerke von Ernst Barlach. 

Ernst Barlach, Der Rächer, 1914