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Aktuelles

  • Kulturhistorisches Museum Rostock

  • Kloster zum Heiligen Kreuz, Eingang

Sonderausstellungen 2024

Rostock und die Warnow
17. März bis 16. Juni 2024

Ohne das Wasser der Warnow gäbe es Rostock nicht. Sie ist seit über 800 Jahren die unverzichtbare Lebensader der Stadt, ob als Lieferantin für Trinkwasser, als Antrieb für die Mühlen am Mühlendamm oder als Transportweg in die Ostsee und ins Landesinnere. Das Kulturhistorische Museum Rostock erkundet die historische Beziehung zwischen Stadt und Fluss.

Die Warnow bestimmte über Jahrhunderte in vielen Bereichen den Alltag und das wirtschaftliche Leben Rostocks. Am Hafen arbeiteten Händler, Fischer und Bootszimmerleute, an den Nebenarmen der Warnow östlich der Stadtmauer die Gerber, Fleischer und Bruchfischer. Wer abseits vom Fluss Wasser benötigte, musste es mit viel Aufwand durch die Straßen und Gassen der Stadt tragen. Vor allem frisches Trinkwasser war entsprechend wertvoll. Aus Brunnen und aus Teichen vor der Stadt wurde es mit viel Aufwand in die Stadt geschafft. Bevölkerungswachstum und Industrialisierung stellten Rostock im 19. Jahrhundert dann vor gewaltige Herausforderungen. Die Schaffung einer zentralen Wasserversorgung mit Trinkwasser aus der Warnow war vielleicht der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Großstadt.

 

Christian I. Louis zu Mecklenburg und ein Bild von der Macht
7. Juli bis 6. Oktober 2024

Der Rostocker Große Atlas ist einer von drei sogenannten ‚Riesenatlanten‘, die im 17. Jahrhundert im Verlag des berühmten niederländischen Kartographen und Kupferstechers Joan Blaeu (1596-1673) entstanden. Das drittgrößte Buch der Welt misst 1,66 m x 1,02 Meter. Er enthält 32 aufwändig gestaltete Karten und ist damit eine der bedeutenden Quelle für die Geowissenschaften und für die Geistes- und Kulturwissenschaften. Das bedeutende und nicht nur wegen seiner Größe beeindruckende Buch wird aus konservatorischen Gründen nur selten ausgestellt.

Die Ausstellung „Christian I. Louis zu Mecklenburg und ein Bild von der Macht“ stellt diesen Riesenatlas und seinen ersten Besitzer, Herzog Christian I. Louis von Mecklenburg-Schwerin vor, für den der Atlas im Jahr 1664 angefertigt wurde.

Herzog Christian I. Louis gehört zu den interessanten Figuren der mecklenburgischen Landesgeschichte des 17. Jahrhunderts. Er wuchs auf in einer unsicheren Phase für die Herrschaft seiner Dynastie, konvertierte zur katholischen Konfession und verbrachte einen Großteil seiner Regierungszeit in Frankreich und den Niederlanden.

Die Ausstellung führt ein in die höfische Welt des 17. Jahrhunderts, versucht Beweggründe für den Herzog zu finden und zeigt die geistigen Interessen eines Fürsten, der sich anstelle einer Regierungszeit vor Ort in einem Territorium für eine lebenslange Grandtour in den Zentren der europäischen Kultur des 17. Jahrhunderts entschied.

 

Grafik. Ein Frage der Form
Teil 3. Von Mense bis Scharff
25. Oktober 2024 bis 19. Januar 2025

Mit der Grafik bot sich avantgardistischen Künstlern am Anfang des 20. Jahrhunderts eine Schleuse, die Flut der überwältigenden Eindrücke in Bilder zu bannen. Die Künstler und ihre Experimente rückten in den Fokus der Aufmerksamkeit. Von den Einen geliebt, von den Anderen gehasst: die Grafik erlangte eine vorher nicht gekannte Bedeutung.

Im Nachlass des Kunsthändlers Bernhard A. Böhmer befinden sich 581 Grafiken. In der Ausstellungsserie »Rostocks Klassische Moderne: ›Entartete Kunst‹ aus dem Nachlass des Kunsthändlers Bernhard A. Böhmer« werden erstmals alle Blätter der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ausstellung »Grafik: Eine Frage der Form« beleuchtet die Phänomene der künstlerischen Grafik in der Klassischen Moderne: In vier Hängungen werden 257 grafische Blätter von 67 Künstlern präsentiert. Der 3. Teil der Ausstellung »Grafik: Eine Frage der Form« präsentiert 61 Werke von 18 Künstlern: Von Carlo Mense bis Edwin Scharff.

14.12.2023

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag
10.00 bis 18.00 Uhr 

Eintritt frei